1.Männer

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Das letzte Punktspiel der 1.Männer  der Saison wurde dann in Cottbus ausgetragen und mit 30 zu 23 leider verloren. Bericht folgt.

Es ist vollbracht…

Nein wir wollen an dieser Stelle niemanden ans Kreuze schlagen, geschweige denn unsere Sünden durch ihn und mit ihm vergeben lassen. Vielmehr hat unser Abenteuer Ostsee-Spree-Liga nach zwei Jahren ein Ende gefunden. In Anbetracht des knappen Liga-Verbleibs in sprichwörtlich letzter Sekunde der Saison 2016/17 und dem charmanten Charakter einer Amateurmannschaft, Studentenmannschaft, Hobbysporttruppe, anonymer Robbie-Williams-Parodie-Fanclub oder welch weitere schmeichelnde Umschreibung man uns auch immer wieder zukommen ließ, wurde es sogar eine Saison mehr als wir zunächst dachten. Würde man bei der Vergabe der pro Sportlichem Vergleich ausgewiesenen Punkte die An- und Abreise mit in die Bewertung einbeziehen, wären wir für Jahre auf einem Europapokalplatz in jeder Liga und Sportart dieses Planeten gesetzt!! Da dem aber leider nicht so ist, oder in absehbar Zeit so sein sollte, muss die Ostsee-Spree-Liga in der anstehenden Saison 2018/19 leider ohne uns auskommen.

Nachdem wir unser letztes Saisonspiel gegen die Gäste aus Bad Doberan dank einer spielerisch und kämpferisch überzeugenden Leistung deutlich gewinnen und unseren wenigen scheidenden Akteuren den Abschied versüßen konnten, hätte jeder sein Spielgerät nebst weiterer Sportausrüstung nur zu gerne für eine kleine Ballsportabstinenz in die Ecke gestellt… Doch es galt ja noch ein letztes Mal unsere Reise-Qualitäten unter Beweis zu stellen und so durften wir die Saison beim letztjährigen Oberligameister in der Lausitzarena zu Cottbus beschließen.
Ein angemessener Rahmen für den Abschied der Tegeler Männer aus dem Überregionalen Sportbetrieb.
Nachdem der Mannschaftsopa bereits beim vergangenen Heimspiel einen emotionalen, man sagt leicht feuchten Abschied erfuhr, durfte er sich von seinen Mannen im Stile des gallischen ‘Majestix’ hoch zu Schild in der Lausitz feiern lassen. An dieser Stelle nochmal ein sehr warmes Dankeschön an seine ‘Gallier’.

Doch nun genug der vollmundigen Worte, gilt es doch das Spiel, wenn auch bereits einige Zeit zurückliegend, an dieser Stelle in Wort und Schrift darzustellen…

Da wir gegen die Bad Doberaner, welche mit dem sicheren Klassenerhalt in der Tasche bei uns angereist waren auch nur auf Grund der unmotivierten Einstellung der Gäste so stark aufspielen konnten, wollten wir den Lausitzern nicht die gleiche Möglichkeit bieten und uns ‘anständig’ aus der Liga verabschieden.
Doch meistens kommt es anders und dann auch noch als man denkt. Begünstigt durch den Umstand, dass man an diesem Tage das Spielgerät haftmittelbedingt wahrscheinlich auch mit dem Hinterkopf gefangen hätte, ließen wir in den ersten 7 Minuten das Spielgerät teilweise abenteuerlich durch die Arena fliegen, während die Gastgeber gekonnt und selbstbewusst einnetzten. Nach einer kurzen Rücksprache mit Coach ‘Daumen’ Pertschy (Sozialer Aufstieg: Kiste) nahmen wir dann doch am sportlichen Vergleich aktiv teil und konnten den bis dato angehäuften Rückstand annähernd halten.
Nach der enspanntesten Kabinenansprache in meinen 30 Handballer-Jahren galt es die letzten 30 Minuten OSL nochmal zu genießen. Und wir genossen es nicht nur, sondern stellten den Cottbussern auch das ein oder andere Bein (nein Herr Hananet, nur sprichwörtlich) und konnten zwischenzeitlich sogar bis auf 4 Tore verkürzen. Dies wurde natürlich auch durch die während des Spiels durchgeführten Verabschiedungen einiger Lausitzer Spieler bedingt, soll unsere Leistung jedoch in keinster Weise schmälern. Nachdem die Hausherren das Tempo noch einmal kurz anzogen und sich unsere Fehlerquote für eine kleines Zeitfenster wieder in gewohnten Sphären bewegte, stellte sich der alte Abstand auch recht schnell wieder her, so dass das Endergebnisse die tatsächlichen Fähigkeiten der beiden Kontrahenten auch unverfälscht wiederspiegelt.

Gerüchten zufolge gestaltete sich die Rückreise mit dem Personenbeförderungsanbieter des Stuttgart 21 Projekts wieder einmal so ereignis- und umfangreich, dass damit ein ganzes Buch gefüllt werden könnte. Meines Wissens gab es jedoch auch dieses Mal lediglich Kollateralschäden an der Hirnnebenrinde…

Neben dem im November gekommenen Trainerteam um Denis Niehusen verlassen lediglich eines unserer Küken und der Mannschaftsopa das Team, wodurch die Mannschaft in der anstehenden Verbandsligasaison durchaus im oberen Mittelfeld bestehen könnte sollte. Auch wenn einige der Herren ihre Lenden in dern zurück liegenden Monaten wenig im Zaum halten konnten und sich in den kommenden einen kleinen humanoiden Mitbewohner zulegen werden, bleibt die Mannschaft zu großen Teilen erhalten.
Der brennende Turm verweilt eine weitere Saison in der OSL und lässt sich in Zukunft in der Schöneberger Sporthalle mit spitzzüngigen Wortkreationen beschimpfen. Unser Opa nutzt die neu gewonnene Handball-freie Zeit um sich seiner Familie zu widmen. Alles hat seine Zeit!!

In diesem Sinne: Sport Frei – Pow Pow
Onkel F.

 

Abschlußtabelle:

 

 Heimspiel der ersten Männer gegen Bad Doberan am 05.05. um 18.00 Uhr Hatzfeldallee inkl. Freibier!!

Souverän gewonnen! Mit 12 Toren Vorsprung fegen wir die Doberaner aus der Halle.

BERICHT

Der Kampf um die goldene Ananas
Die Saison ist fast vorbei. Die Füchse wurden bereits zum Meister gekürt und die Absteiger stehen auch schon fest: der SV Brandenburg-West und, zum großem Bedauern, wir. Schuld daran sind vor allem solch verpatzte Spiele wie das in Bad Doberan. Im Hinspiel haben wir deutlich unter unseren Möglichkeiten gespielt und daher zu Recht mit 10 Toren verloren (27:37).
Umso motivierter waren wir nun im letzten Heimspiel dieser Saison, wieder gegen Bad Doberan, uns und unseren Fans noch einmal zu zeigen, dass wir etwas können.
Zwar hatten wir den Anwurf, gaben den ersten Angriff jedoch torlos ab, um ja nicht das erste Tor des Spiels zu machen: Zu oft schon haben wir nach einer 1:0 – Führung das Spiel abgegeben. Nach einem kurzen Rückstand drehten wir dann aber auf und konnten sowohl im Angriff, aber mehr noch in der Abwehr überzeugen. Bis auf kleinere Fehler stellten wir die Gegner von der Küste hier vor eine scheinbar unlösbare Aufgabe. Daher konnten wir uns Stück für Stück weiter absetzen und schafften es bereits in der 27. Spielminute eine 10-Tore Führung zu erzielen. Bis zur Pause änderte sich diese Differenz nicht mehr und wir gingen mit erhobenem Haupt in die Kabine.
Aber Obacht! Auch uns gelang es schon einmal ein ähnlich schlechtes Ergebnis noch zu drehen. Somit haben wir auch in unserer größten Schwächephase, den ersten 10 Minuten der zweiten Halbzeit, versucht, an die bisherigen Leistungen anzuknüpfen. Es gelang uns zunächst zwar nicht, den Vorsprung weiter auszubauen, jedoch wurde er auch nicht kleiner. Nachdem schon in Stralsund die Spieler der „2. Reihe“ gezeigt haben, dass man sich auf sie verlassen kann, bekamen sie auch jetzt wieder Einsatzzeit und spielten frei auf.
Über die gesamte Halbzeit war das Spiel sicher in unserer Hand und zum Ende kann man bei einem Stand von 29:17 von einem sicheren Sieg sprechen. Durch diese 2 Punkte sind wir nun außerdem 4 Zähler vom weiteren Absteiger entfernt und haben somit diesen, vielleicht nur unbedeutenden, aber vorhandenen Erfolg errungen.
Ein weiteres Highlight gab es für Robert aka Käpt’n Streuschuss, der zwar die Chance zum 30. Tor eindeutig verweigert hat, aber in diesem Spiel sein 100. Saisontor erzielte – Glückwunsch und Kiste!
Weiterhin endete mit diesem Spiel nicht nur die Saison für unsere Fans daheim, sondern auch die Zeit mit unserem Trainer Denis Niehusen, da es ihm aus privaten Gründen nicht möglich ist, am letzten Spieltag in Cottbus anwesend zu sein. Vielen Dank für deinen Einsatz, Ideen und Willen, uns zu unterstützen! Für ihn wird der bereits als Co-Coach erfolgreiche und eigentliche Kapitän der Mannschaft Pertschy die Trainerposition dort übernehmen.
POWPOW
Kevin aka Schauer

Und hier ein Auszug aus dem Spielbericht der Bad Doberaner

Oberligist verliert beim VfL Tegel mit 17:29

Berlin. Mit einem schwachen Auftritt beim bereits als Absteiger feststehenden VfL Tegel dürften die Handballer des Doberaner SV einen einstelligen Tabellenplatz in der Oberliga Ostsee-Spree wohl verpasst haben. Die 17:29 (9:19)-Pleite in der Bundeshauptstadt war darüber hinaus das negative i-Tüpfelchen auf eine miserable Auswärtsserie der DSV-Sieben in der zu Ende gehenden Spielzeit. In zwölf absolvierten Partien in der Fremde – die Begegnung beim Tabellenführer Füchse Berlin II wurde nicht ausgetragen und am grünen Tisch gewertet – gelangen lediglich ein Sieg und ein Remis.

Dass die Gäste nach den Geschehnissen in der Vorwoche den Klassenerhalt bereits vor dem Anpfiff sicher hatten (die OZ berichtete), war sichtlich Gift für das eigene Spiel. Dabei legten sie zunächst bis zum 2:3 (3.) immer wieder vor, doch im Anschluss daran waren die Mecklenburger nicht viel mehr als ein widerwilliger Sparringspartner beim Oberliga-Abschied des VfL Tegel. Über die Stationen 7:3, 8:5, 12:6 und 18:7 wurden die Doberaner bis zum herbeigesehnten Pausenpfiff regelrecht vorgeführt.

Der eigene Bericht folgt noch

 

 

Spielbericht Auswärtsspiel gegen Stralsund:

Für den VfL ist es leider offiziell vorbei. Nächste Saison werden wir nicht mehr in der OSL baden gehen. Kein Grund die letzten Spiele kampflos abzugeben. Daher ging es dieses Wochenende nach Stralsund.
Der Aufstiegsaspirant, dieses Jahr von den Füchsen gestoppt, gegen den Absteiger aus Berlin.
Für die meisten ein klares Duell, für uns jedoch nochmal eine Chance vor großen Publikum zu zeigen, was wir können. Auch war die Spezialtaktik der Gegner, uns mit Kuchen, Bananen und Äpfeln vor dem Spiel lahm zu machen zwar clever, aber nicht raffiniert genug. Als die Stralsunder Offiziellen vor der Erwärmung unsere überirdischen Leistungen im „Hoch hinein“ und am Basketballkorb sahen, schwante ihnen wohl Böses und das Kuchenprivileg wurde uns sogleich wieder entzogen.
Das Spiel begann sehr interessant. Einige Angriffe lang war keine Mannschaft imstande etwas Zählbares aufzubringen. Das erste Tor fiel in der 6. Minute für Stralsund. Auch wenn wir uns weiter bemühten, konnten wir weder im Angriff noch in der Abwehr genügend überzeugen. So gerieten wir mehr und mehr ins Hintertreffen. Während die Abwehr gegen den normalen Positionsangriff der Gegner zumindest noch etwas Gegenwehr bot, war der Angriff ein großes Problem. Es kam (mal wieder) zu viel zu vielen unnötigen Würfen und dementsprechend fingen wir viele Konter. Kurz und knapp: Am Ende der ersten Halbzeit prangte ein deutliches 19:9 an der Anzeigetafel.
In der Kabine wurden wir aber nochmal ordentlich gefestigt. SO sollte das hier nicht enden!
Und tatsächlich schien das zu helfen. Mit dem Wissen, dass wir doch etwas können, war die zweite Halbzeit zumindest für unsere mitgereisten Fans ansehnlicher. Es gelang uns sogar über die gesamte restliche Spielzeit den Stand zu halten – während die Offiziellen leider immer mehr an Souveränität verloren. Dies musste leider kurz vor Ende gipfeln, als Jörni (bis dato bester Werfen des Tages) so am Wurf gehindert wurde, dass es auch schlimmer hätte ausgehen können. Die folgenden Minuten waren von großer Aufruhr gefüllt und es kam zu einem großen Gemenge. Ende vom Leid/Lied: Rot für den Spieler der gefoult hatte. Auch unser Opapa wurde mit dem roten Karton gestraft, weil es von außen betrachtet so aussah, als würde er den Übeltäter beim Kragen packen und ihm durch rhythmisches Schütteln den Teufel austreiben wollen. Tatsächlich wollte er dem Stralsunder lediglich aufhelfen, nachdem dieser (warum auch immer) das Gleichgewicht verlor, verfing sich dabei unglücklich in dessen Trikot und versuchte sich durch die bereits erwähnten Schüttelbewegungen wieder aus seiner misslichen Lage zu befreien. Der Vater eines ehemaligen Tegeler Schlüsselspielers hätte das wohl folgendermaßen kommentiert: „Na hör‘ ma…höchstens Gelb!“. Aber mal Spaß beiseite: Dass so etwas bei einem entschiedenen Spiel (Spielstand: 30:20) nicht sein muss, ist wohl jedem klar.
Sei´s drum. Die letzten Minuten waren dagegen unspektakulär. Die Gegner haben nochmal versucht etwas Show fürs heimische Publikum zu liefern, verpassten jedoch den Kempa und wir konnten den 10 Tore Abstand halten.
Insgesamt kann man also sagen, dass wir in der ersten Halbzeit leider das Spiel aus der Hand gegeben haben und es nicht in der zweiten Halbzeit zurückholen konnten.
Man muss aber auch sagen, dass unsere größte Stärke die dritte Halbzeit ist. Es war die letzte Auswärtsfahrt und bietet viel zu viel Gesprächsstoff, als dass ein Bericht ausreichen könnte.
Daher kurz: Bislang haben wir für uns als Mannschaft immer wieder eine Siegerstraße gefunden auf der wir heimfahren konnten und sind stolz darauf, einfach eine geile Truppe zu sein.
Auf ein letztes Heimspiel in dieser Saison freuen wir uns daher am 5.5.18 die Truppe aus Bad Doberan begrüßen zu dürfen und freuen uns auf zahlreiches Erscheinen bei Freibier für unser grandioses Heimpublikum.
POWPOW
Robin alias Schauer alias Klutz

 

 

 

 

 

 

 

Spielbericht VfL Tegel – HSV Insel Usedom 28:39 (15:17)

Tegeler Absteiger verlieren gegen Usedom Heimspiel und IPad

Spätestens nach dem letzten Spieltag und den aus Tegeler Sicht relevanten Ergebnissen der direkten Tabellennachbarn war die Ligasituation für uns klar und wir mussten den Tatsachen ins Auge schauen: Die 3. Liga sollte uns auch in der kommenden Saison verwehrt bleiben.

Trotz dieses Wermutstropfens wollen wir die Saison natürlich noch vernünftig zu Ende spielen und das zeigten wir auch in der ersten Hälfte des Spiels gegen den von der polnischen Ostsee angereisten HSV Insel Usedom. Wir erwischten unseren Kontrahenten auf dem falschen Fuß und markierten die ersten beiden Treffer des Spiels. Der sich anschließend entwickelnde Schlagabtausch auf Augenhöhe, der durch eine Schwächephase unsererseits im 15:17 Pausenstand endete, wurde lediglich durch einen unschönen Moment Mitte der ersten Hälfte unterbrochen. Der gegnerische Rechtsaußen verletzte sich beim Anlaufen ohne jeglichen Körperkontakt an der Wade und fiel damit für den Rest der Partie aus. Beim notgedrungenen Verlassen des Spielfeldes verwechselte der Unglücksrabe doch tatsächlich die Interjektion „scheiß“ mit dem Adjektiv „schön“, weshalb wir „schönen Absteiger“ über den Wortlaut „scheiß Absteiger“ zunächst doch sehr verwundert waren. Bei näherem Betrachten und unter Berücksichtigung der deutsch-polnischen Sprachbarriere, wurden wir uns aber schnell über besagtes Kompliment klar. Vielen Dank an dieser Stelle! Wir sind uns unserer Schönheit bewusst. *Kusssmiley* Wir wünschen natürlich trotz allen Schwierigkeiten eine gute Besserung und schnelle Genesung.

Nachdem wir es in den ersten 30 Minuten nicht geschafft hatten unsere Chancen ausreichend zu nutzen und uns abzusetzen, machte uns der HSV das nach Wiederanpfiff vor und zog innerhalb der ersten 7 Minuten auf 16:25 davon. Auch danach schafften wir es nicht mehr die Aufholjagd einzuläuten und die Niederlage abzuwenden. Verdienter 28:39 Sieg für Usedom. Verdiente 2 Punkte.

An diesem Tag verließ aber neben den 2 Punkten auch ein IPad den Hatzedom. Bekanntlich lässt sich Apple den Erwerb eines solchen Geräts gut entlohnen, dementsprechend beläuft sich auch der entstandene finanzielle Schaden – vom immateriellen Wert mal ganz abgesehen. Benutzt wurde das Tablet für das Abspielen von Musik (bspw. zum Erwärmen) und befand sich nachweislich während der zweiten Halbzeit noch im Innenraum der Halle, welcher nur für Aktive und Offizielle, sowie Heim- und Gastmannschaft zugänglich war. Es muss also von einer Straftat während der Endphase des Spiels ausgegangen werden. Und man soll im Handball die Schuld ja nicht auf die Schiris schieben. Da Neutralität Kernaspekt eines jeden Berichts sein sollte, muss sich beim beschriebenen Sachverhalt jeder selbst ein Bild machen. Genau das wird auch die Kriminalpolizei tun, die direkt nach dem Spiel eingeschaltet wurde und die Ermittlungen aufgenommen hat. Schade, dass für solche Aktionen noch Platz im sonst so fairen Handballsport ist.

Sportfrei PowPow
Roti

 

Bericht 1.Männer:


Spielbericht VfL Tegel vs VfV Spandau
Endlich mal wieder zwei Punkte!

Die Saison biegt so langsam auf die Zielgerade ein, während die Meisterschaft so gut wie sicher entschieden ist, geht es im Keller der Liga hoch her. Zwar sind wir mit dem SV 63 Brandenburg schon etwas abgeschlagen hinter dem rettenden Ufer, da es aber eventuell noch einen dritten Absteiger gibt, steht gleich mehreren Mannschaften das Wasser bis zum Hals. Eine dieser Mannschaften ist der bis jetzt stark aufspielende Aufsteiger VfV Spandau. Der noch amtierende Berliner Meister gab nun seine Visitenkarte im magischen Hatzedom ab. Im Hinspiel trennten sich beide Mannschaften mit einem 19:19 Unentschieden, im Rückspiel sollten fast doppelt so viele Tore fallen, dass schon mal vorab gesagt.
Die Kabinenansprache war kurz und knackig, wussten wir doch alle was uns erwartet. Auch brauchte man keinen extra motivieren, wer gegen Spandau nicht automatisch heiß ist, macht irgendwas in seinem Leben halt verkehrt. An dieser Stelle trotzdem danke an Dette für „eine Kiste Motivation“.
Das Spiel begann und Spandau warf das erste Tor! So war es auch schon gegen Ludwigsfelde. Damals holten wir schon einen Punkt. Was sagt uns das? Richtig in den nächsten Spielen probieren wir die neue Taktik aus und holen dann lieber einen Rückstand auf, anstatt einen Vorsprung zu verwalten 😉
Die Führung glichen wir aber recht schnell wieder aus und legten dann immer wieder vor. So stand es bereits nach 12 gespielten Minuten 9:8. Man hatte das Gefühl, welche Mannschaft als erstes seine Abwehr in den Begriff bekommt, sollte die Halle als Sieger verlassen. Dies sah auch der Gästetrainer so und nahm seine Auszeit, denn bis dato war jeder Wurf ein Treffer. In der Auszeit wurden kleine Fehler angesprochen, die es zu korrigieren galt. Gesagt – getan. Nun wurde auch hinten effektiver verschoben und die Kommunikation klappte besser, sodass immer wieder Bälle gewonnen wurden. Im Angriff erspielte man sich wie schon im Werder Spiel sehr gute Wurfmöglichkeiten, diesmal landeten die Bälle auch mal im Tor und nicht auf dem Bauch des Torhüters. So stand es nach 28 Minuten 18:12 für unsere Farben. Eine doppelte Zeitstrafe kurz vor dem Pausengong, brachte den Spandauern noch das 13. und 14. Tor.
Halbzeitstand 18:14.
In der Halbzeitansprache war jedem klar: Vier Tore ist schon ein kleines Polster, allerdings sind vier Tore beim Handball schnell aufgeholt und Spandau ist eine Mannschaft die konstant ihren Stiefel runter spielt und sich nicht verrückt machen lässt.
In der zweiten Halbzeit stellten die Gäste ihre Abwehr auf eine 4:2 Deckung um, ein Zustand mit dem wir nicht klar kamen. Einzig und allein Jörn rackerte sich im Angriff einen ab und hielt uns noch im Spiel. Dass ein Mann aber kein Spiel alleine gewinnen kann ist allseits bekannt. Auch die Taktik mit sieben Feldspielern + Torhüter ging leider nicht auf, das Kampfgericht und die Schiedsrichter ließen sich leider nicht lumpen: Alex kassierte eine Zeitstrafe (nach dem Spiel beichtete er, dass es die erste in seiner Karriere war, wir sagen Danke Alex für die Kiste).
So glich Spandau erst aus und ging dann auch noch in Führung 23:24 in der 42. Spielminute. Auch eine Auszeit rüttelte uns nicht wach, die Gäste bauten ihren Vorsprung weiter aus. 25:28 und noch waren 14 Minuten zuspielen.
Es war also allerhöchste Zeit für unser letztes Ass im Ärmel. Wir schickten jetzt unseren zweiten Linkshändler Martin auf die ihm völlig fremde Rechtsaußen-Position. Der interessierte Leser wird sich jetzt fragen, Linkshänder und Rechtsaußen sind sich fremd? Ja jedenfalls für unseren Martin war das völliges Neuland, denn er wurde in dieser Saison nur auf Halblinks eingesetzt. Ein taktischer Meisterzug mit dem der Gegner überhaupt nicht gerechnet hatte. Ein Doppelpack von ihm, ein genialer Pass von Außen an den Kreis (Flo machte übrigens das 30. Tor. Kiste!), sowie ein Konterpass auf den Blonden Engel, ließen uns mit einem 4:0 Lauf wieder in Führung gehen. Bei den vier Torjubeln verbrauchte Martin so viel Energie und Power, dass er sich völlig entkräftet wieder auswechseln ließ und gleich zum nächsten Sauerstoffzelt rannte.
Dank ihm war das Feuer und die Emotionen wieder zurück! Zwar glichen die Gäste nochmal zum 31:31 aus, aber ein weiterer Doppelpack von Jörn und Schauer brachten uns nun auf die Siegerstraße. Dass die Partie nochmal für fünf Minuten unterbrochen wurde lag an unserem Torhüter Biba Buxe Bär, der nach einem Gegentor mal kurz grün anlief und das Tor aushebelte. Es brauchte extrem viel Menpower, bis das Tor wieder einrastete. Schließlich konnten auch noch die letzten 90 Sekunden gespielt werden. In denen schwächten sich die Gäste im Angriff noch selbst, indem der Spieler mit der Rückennummer 14 sein allseits bekanntes Einklemmen im Zweikampf nutzte und dabei dachte, Schauer mal in den Schwitzkasten nehmen zu müssen. Am Ende stand ein 35:33 Erfolg und der erste und hoffentlich nicht letzte Sieg der Rückrunde.
Ein großer Dank geht an alle Fans und Helfer!

Bereits nächste Woche geht es schon weiter. Wir spielen beim Grünheider SV, ebenfalls eine Mannschaft, wo sich das Abstiegsgespenst noch rumtreibt. Wer uns dort vor Ort live unterstützen möchte: Anpfiff ist um 18:30 und die Hallenadresse lautet „An der Löcknitz 4, 15537 Grünheide“.

POWPOW
Blonder Engel

Engagierte Leistung reicht nicht für eine Überraschung (M1)

Bereits vor dem Heimspiel gegen den MTV Altlandsberg war man sich in den Reihen des VfL Tegel der Rolle des Underdogs bewusst und trotzdem sah man nach dem Abpfiff ausschließlich in enttäuschte Gesichter. An diesem frühen Samstagabend war man einfach zu nah an wenigstens einem Punkt.
Mit vollem Kader und dank des anstehenden Fototermins top gestylt, betraten alle Tegeler rechtzeitig den Ort fulminanter Reminiszenzen (ein Dank geht ins Märkisch-Oderland, unser Wort der Woche): unseren heißgeliebten Hatzedom, ein Schmankerl spätgotischer Architektur. Wir erinnerten uns gut an das Rückspiel der letzten Saison, wo wir mit einem überraschenden Sieg (24:21) gegen eben jene Altlandsberger die Grundlage für den Klassenerhalt legten. Ein ähnliches Kunststück zu vollbringen war unserer Einschätzung nach nicht unmöglich, zumal die Brandenburger mit einem sehr schmalen Kader anreisten. So hieß die Devise dieses Spiels, das Tempo hoch zu halten und so am Ende von unserer breiteren Bank profitieren zu können.
Wir schafften es den Ausfall von Neun-Tore-Rotzbert zu kompensieren und wie so oft konnten wir das Spiel anfangs offen gestalten. Beim Stand von 7:7 in der 19. Minute leisteten wir uns den ersten mentalen Aussetzer, der Altlandsberg mit drei Toren in Front brachte. Doch wir ließen uns nicht hängen, spuckten kräftig in die Hände und erzielten wieder den Ausgleich (10:10, 24. Minute). 45 Sekunden vor dem Ende der ersten Halbzeit stand es 13:13 und der MTV hatte den Ball. Scheinbar ziellos wurde der Ball aus dem gegnerischen Rückraum in den Kreis gespielt. Doch plötzlich flog der Altlandsberger Außenspieler aus dem toten Winkel der Tribüne heran und versenkte den Ball in den Tegeler Maschen. Der Schiedsrichter ließ sich von der Bauweise der Halle nicht beirren und entschied dank hervorragender Sicht auf alle Linien auf Übertritt MTV und Abwurf VfL. Den schnellen Gegenangriff nutzte Motzi eiskalt und so wurde der Halbzeitpfiff vom Jubel der Tegeler begleitet, die anschließend fröhlich in die Kabine diffundierten.
Halbzeit zwei begann äußerst vielversprechend, nachdem Papaopa (Popa?!) den Strafwurf raffiniert ins Tor beförderte, indem er den Torwart geschickt als Bande benutzte. Dennoch pendelte sich das Spiel danach wieder beim Unentschieden ein. Während der MTV die Hüftwürfe von Jörn-Eric und die Durchbrüche von Schauer nicht wirklich in den Griff bekam, taten wir uns schwer die Achse Witkowski/Riegler in den Griff zu bekommen. Erschwerend kam hinzu, dass unser blonder Engel ab der 46. Minute das Geschehen aus erhöhter Sitzposition verfolgen musste. Als Altlandsberg begann einen Indianer auf uns loszulassen, verlor unser Positionsangriff merklich an Durchschlagskraft. Auch anschließende Wechsel brachten nicht den gewünschten Erfolg und so war es wieder einmal Riegler, der den MTV mit drei Toren in Front brachte. Wir stemmten uns gegen die drohende Niederlage, aber unsere Kontrahenten waren zu abgezockt, um sich auch nur noch einen Punkt nehmen zu lassen. So blieb es bei drei Toren Unterschied und beim Stand von 25:28 wurde das Spiel abgepfiffen.
Wieder haben wir viel investiert und nichts gewonnen. Es bringt nichts, sich darüber den Kopf zu zermartern. Deswegen schauen wir weiterhin nach vorn und sehen dort (27.01. um 18:00 Uhr) ein absolutes Kellerduell in Brandenburg an der Havel auf uns zukommen. Dafür werden in dieser Trainingswoche alle Kräfte gebündelt, um unser Engagement wieder in Zählbares umzumünzen.
532 Wörter
PowPow i.A. für KaiPi

Tabelle:

1 Füchse Berlin Reindf. II 13 12 1 0 406:309 +97 25:1
  2 Stralsunder HV 14 11 0 3 427:344 +83 22:6
  3 MTV 1860 Altlandsberg 14 9 0 5 372:326 +46 18:10
  4 Ludwigsfelder HC 14 9 0 5 407:372 +35 18:10
  5 HSV Insel Usedom 14 8 2 4 379:364 +15 18:10
  6 HV GW Werder e.V. 13 6 2 5 326:323 +3 14:12
  7 SG OSF Berlin 14 6 2 6 357:355 +2 14:14
  8 Bad Doberaner SV 90 13 6 1 6 331:335 -4 13:13
  9 Lausitzer HC Cottbus 14 6 1 7 365:374 -9 13:15
  10 VfV Spandau 14 5 2 7 333:388 -55 12:16
  11 SG Uni Greifswald / Loitz 13 5 0 8 321:374 -53 10:16
  12 Grünheider SV 14 4 2 8 365:356 +9 10:18
  13 VfL Tegel 14 2 1 11 322:392 -70 5:23
  14 SV 63 Brandenburg-West 14 0 0 14 343:442 -99 0:28
Der perfekte Start ins neue Jahr

Zum letzten Spieltag der Hinrunde begrüßten wir den letztjährigen Meister der Oberliga und diesjährige Wundertüte, den LHC. Die Cottbuser sind schlecht in die Saison gestartet, doch mit dem Sieg in Stralsund dachte man, die Männer aus der Lausitz hätten sich gefangen. Dem war aber nicht so, es folgten weitere durchwachsene Auftritte: Unter anderem verlor man vor eigenem Publikum gegen den Aufsteiger aus Greifswald. Kurz vor Weihnachten gab es dann den großen Knall, als der Trainer zurücktrat.

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