1.Männer

 Heimspiel der ersten Männer gegen Insel Usedom am 14.04. um 17.00 Uhr Hatzfeldallee :

VfL Tegel – HSV Insel Usedom 28:39 (15:17)

Tegeler Absteiger verlieren gegen Usedom Heimspiel und IPad

Spätestens nach dem letzten Spieltag und den aus Tegeler Sicht relevanten Ergebnissen der direkten Tabellennachbarn war die Ligasituation für uns klar und wir mussten den Tatsachen ins Auge schauen: Die 3. Liga sollte uns auch in der kommenden Saison verwehrt bleiben.

Trotz dieses Wermutstropfens wollen wir die Saison natürlich noch vernünftig zu Ende spielen und das zeigten wir auch in der ersten Hälfte des Spiels gegen den von der polnischen Ostsee angereisten HSV Insel Usedom. Wir erwischten unseren Kontrahenten auf dem falschen Fuß und markierten die ersten beiden Treffer des Spiels. Der sich anschließend entwickelnde Schlagabtausch auf Augenhöhe, der durch eine Schwächephase unsererseits im 15:17 Pausenstand endete, wurde lediglich durch einen unschönen Moment Mitte der ersten Hälfte unterbrochen. Der gegnerische Rechtsaußen verletzte sich beim Anlaufen ohne jeglichen Körperkontakt an der Wade und fiel damit für den Rest der Partie aus. Beim notgedrungenen Verlassen des Spielfeldes verwechselte der Unglücksrabe doch tatsächlich die Interjektion „scheiß“ mit dem Adjektiv „schön“, weshalb wir „schönen Absteiger“ über den Wortlaut „scheiß Absteiger“ zunächst doch sehr verwundert waren. Bei näherem Betrachten und unter Berücksichtigung der deutsch-polnischen Sprachbarriere, wurden wir uns aber schnell über besagtes Kompliment klar. Vielen Dank an dieser Stelle! Wir sind uns unserer Schönheit bewusst. *Kusssmiley* Wir wünschen natürlich trotz allen Schwierigkeiten eine gute Besserung und schnelle Genesung.

Nachdem wir es in den ersten 30 Minuten nicht geschafft hatten unsere Chancen ausreichend zu nutzen und uns abzusetzen, machte uns der HSV das nach Wiederanpfiff vor und zog innerhalb der ersten 7 Minuten auf 16:25 davon. Auch danach schafften wir es nicht mehr die Aufholjagd einzuläuten und die Niederlage abzuwenden. Verdienter 28:39 Sieg für Usedom. Verdiente 2 Punkte.

An diesem Tag verließ aber neben den 2 Punkten auch ein IPad den Hatzedom. Bekanntlich lässt sich Apple den Erwerb eines solchen Geräts gut entlohnen, dementsprechend beläuft sich auch der entstandene finanzielle Schaden – vom immateriellen Wert mal ganz abgesehen. Benutzt wurde das Tablet für das Abspielen von Musik (bspw. zum Erwärmen) und befand sich nachweislich während der zweiten Halbzeit noch im Innenraum der Halle, welcher nur für Aktive und Offizielle, sowie Heim- und Gastmannschaft zugänglich war. Es muss also von einer Straftat während der Endphase des Spiels ausgegangen werden. Und man soll im Handball die Schuld ja nicht auf die Schiris schieben. Da Neutralität Kernaspekt eines jeden Berichts sein sollte, muss sich beim beschriebenen Sachverhalt jeder selbst ein Bild machen. Genau das wird auch die Kriminalpolizei tun, die direkt nach dem Spiel eingeschaltet wurde und die Ermittlungen aufgenommen hat. Schade, dass für solche Aktionen noch Platz im sonst so fairen Handballsport ist.

Sportfrei PowPow
Roti

 

Bericht 1.Männer:


Spielbericht VfL Tegel vs VfV Spandau
Endlich mal wieder zwei Punkte!

Die Saison biegt so langsam auf die Zielgerade ein, während die Meisterschaft so gut wie sicher entschieden ist, geht es im Keller der Liga hoch her. Zwar sind wir mit dem SV 63 Brandenburg schon etwas abgeschlagen hinter dem rettenden Ufer, da es aber eventuell noch einen dritten Absteiger gibt, steht gleich mehreren Mannschaften das Wasser bis zum Hals. Eine dieser Mannschaften ist der bis jetzt stark aufspielende Aufsteiger VfV Spandau. Der noch amtierende Berliner Meister gab nun seine Visitenkarte im magischen Hatzedom ab. Im Hinspiel trennten sich beide Mannschaften mit einem 19:19 Unentschieden, im Rückspiel sollten fast doppelt so viele Tore fallen, dass schon mal vorab gesagt.
Die Kabinenansprache war kurz und knackig, wussten wir doch alle was uns erwartet. Auch brauchte man keinen extra motivieren, wer gegen Spandau nicht automatisch heiß ist, macht irgendwas in seinem Leben halt verkehrt. An dieser Stelle trotzdem danke an Dette für „eine Kiste Motivation“.
Das Spiel begann und Spandau warf das erste Tor! So war es auch schon gegen Ludwigsfelde. Damals holten wir schon einen Punkt. Was sagt uns das? Richtig in den nächsten Spielen probieren wir die neue Taktik aus und holen dann lieber einen Rückstand auf, anstatt einen Vorsprung zu verwalten 😉
Die Führung glichen wir aber recht schnell wieder aus und legten dann immer wieder vor. So stand es bereits nach 12 gespielten Minuten 9:8. Man hatte das Gefühl, welche Mannschaft als erstes seine Abwehr in den Begriff bekommt, sollte die Halle als Sieger verlassen. Dies sah auch der Gästetrainer so und nahm seine Auszeit, denn bis dato war jeder Wurf ein Treffer. In der Auszeit wurden kleine Fehler angesprochen, die es zu korrigieren galt. Gesagt – getan. Nun wurde auch hinten effektiver verschoben und die Kommunikation klappte besser, sodass immer wieder Bälle gewonnen wurden. Im Angriff erspielte man sich wie schon im Werder Spiel sehr gute Wurfmöglichkeiten, diesmal landeten die Bälle auch mal im Tor und nicht auf dem Bauch des Torhüters. So stand es nach 28 Minuten 18:12 für unsere Farben. Eine doppelte Zeitstrafe kurz vor dem Pausengong, brachte den Spandauern noch das 13. und 14. Tor.
Halbzeitstand 18:14.
In der Halbzeitansprache war jedem klar: Vier Tore ist schon ein kleines Polster, allerdings sind vier Tore beim Handball schnell aufgeholt und Spandau ist eine Mannschaft die konstant ihren Stiefel runter spielt und sich nicht verrückt machen lässt.
In der zweiten Halbzeit stellten die Gäste ihre Abwehr auf eine 4:2 Deckung um, ein Zustand mit dem wir nicht klar kamen. Einzig und allein Jörn rackerte sich im Angriff einen ab und hielt uns noch im Spiel. Dass ein Mann aber kein Spiel alleine gewinnen kann ist allseits bekannt. Auch die Taktik mit sieben Feldspielern + Torhüter ging leider nicht auf, das Kampfgericht und die Schiedsrichter ließen sich leider nicht lumpen: Alex kassierte eine Zeitstrafe (nach dem Spiel beichtete er, dass es die erste in seiner Karriere war, wir sagen Danke Alex für die Kiste).
So glich Spandau erst aus und ging dann auch noch in Führung 23:24 in der 42. Spielminute. Auch eine Auszeit rüttelte uns nicht wach, die Gäste bauten ihren Vorsprung weiter aus. 25:28 und noch waren 14 Minuten zuspielen.
Es war also allerhöchste Zeit für unser letztes Ass im Ärmel. Wir schickten jetzt unseren zweiten Linkshändler Martin auf die ihm völlig fremde Rechtsaußen-Position. Der interessierte Leser wird sich jetzt fragen, Linkshänder und Rechtsaußen sind sich fremd? Ja jedenfalls für unseren Martin war das völliges Neuland, denn er wurde in dieser Saison nur auf Halblinks eingesetzt. Ein taktischer Meisterzug mit dem der Gegner überhaupt nicht gerechnet hatte. Ein Doppelpack von ihm, ein genialer Pass von Außen an den Kreis (Flo machte übrigens das 30. Tor. Kiste!), sowie ein Konterpass auf den Blonden Engel, ließen uns mit einem 4:0 Lauf wieder in Führung gehen. Bei den vier Torjubeln verbrauchte Martin so viel Energie und Power, dass er sich völlig entkräftet wieder auswechseln ließ und gleich zum nächsten Sauerstoffzelt rannte.
Dank ihm war das Feuer und die Emotionen wieder zurück! Zwar glichen die Gäste nochmal zum 31:31 aus, aber ein weiterer Doppelpack von Jörn und Schauer brachten uns nun auf die Siegerstraße. Dass die Partie nochmal für fünf Minuten unterbrochen wurde lag an unserem Torhüter Biba Buxe Bär, der nach einem Gegentor mal kurz grün anlief und das Tor aushebelte. Es brauchte extrem viel Menpower, bis das Tor wieder einrastete. Schließlich konnten auch noch die letzten 90 Sekunden gespielt werden. In denen schwächten sich die Gäste im Angriff noch selbst, indem der Spieler mit der Rückennummer 14 sein allseits bekanntes Einklemmen im Zweikampf nutzte und dabei dachte, Schauer mal in den Schwitzkasten nehmen zu müssen. Am Ende stand ein 35:33 Erfolg und der erste und hoffentlich nicht letzte Sieg der Rückrunde.
Ein großer Dank geht an alle Fans und Helfer!

Bereits nächste Woche geht es schon weiter. Wir spielen beim Grünheider SV, ebenfalls eine Mannschaft, wo sich das Abstiegsgespenst noch rumtreibt. Wer uns dort vor Ort live unterstützen möchte: Anpfiff ist um 18:30 und die Hallenadresse lautet „An der Löcknitz 4, 15537 Grünheide“.

POWPOW
Blonder Engel

Engagierte Leistung reicht nicht für eine Überraschung (M1)

Bereits vor dem Heimspiel gegen den MTV Altlandsberg war man sich in den Reihen des VfL Tegel der Rolle des Underdogs bewusst und trotzdem sah man nach dem Abpfiff ausschließlich in enttäuschte Gesichter. An diesem frühen Samstagabend war man einfach zu nah an wenigstens einem Punkt.
Mit vollem Kader und dank des anstehenden Fototermins top gestylt, betraten alle Tegeler rechtzeitig den Ort fulminanter Reminiszenzen (ein Dank geht ins Märkisch-Oderland, unser Wort der Woche): unseren heißgeliebten Hatzedom, ein Schmankerl spätgotischer Architektur. Wir erinnerten uns gut an das Rückspiel der letzten Saison, wo wir mit einem überraschenden Sieg (24:21) gegen eben jene Altlandsberger die Grundlage für den Klassenerhalt legten. Ein ähnliches Kunststück zu vollbringen war unserer Einschätzung nach nicht unmöglich, zumal die Brandenburger mit einem sehr schmalen Kader anreisten. So hieß die Devise dieses Spiels, das Tempo hoch zu halten und so am Ende von unserer breiteren Bank profitieren zu können.
Wir schafften es den Ausfall von Neun-Tore-Rotzbert zu kompensieren und wie so oft konnten wir das Spiel anfangs offen gestalten. Beim Stand von 7:7 in der 19. Minute leisteten wir uns den ersten mentalen Aussetzer, der Altlandsberg mit drei Toren in Front brachte. Doch wir ließen uns nicht hängen, spuckten kräftig in die Hände und erzielten wieder den Ausgleich (10:10, 24. Minute). 45 Sekunden vor dem Ende der ersten Halbzeit stand es 13:13 und der MTV hatte den Ball. Scheinbar ziellos wurde der Ball aus dem gegnerischen Rückraum in den Kreis gespielt. Doch plötzlich flog der Altlandsberger Außenspieler aus dem toten Winkel der Tribüne heran und versenkte den Ball in den Tegeler Maschen. Der Schiedsrichter ließ sich von der Bauweise der Halle nicht beirren und entschied dank hervorragender Sicht auf alle Linien auf Übertritt MTV und Abwurf VfL. Den schnellen Gegenangriff nutzte Motzi eiskalt und so wurde der Halbzeitpfiff vom Jubel der Tegeler begleitet, die anschließend fröhlich in die Kabine diffundierten.
Halbzeit zwei begann äußerst vielversprechend, nachdem Papaopa (Popa?!) den Strafwurf raffiniert ins Tor beförderte, indem er den Torwart geschickt als Bande benutzte. Dennoch pendelte sich das Spiel danach wieder beim Unentschieden ein. Während der MTV die Hüftwürfe von Jörn-Eric und die Durchbrüche von Schauer nicht wirklich in den Griff bekam, taten wir uns schwer die Achse Witkowski/Riegler in den Griff zu bekommen. Erschwerend kam hinzu, dass unser blonder Engel ab der 46. Minute das Geschehen aus erhöhter Sitzposition verfolgen musste. Als Altlandsberg begann einen Indianer auf uns loszulassen, verlor unser Positionsangriff merklich an Durchschlagskraft. Auch anschließende Wechsel brachten nicht den gewünschten Erfolg und so war es wieder einmal Riegler, der den MTV mit drei Toren in Front brachte. Wir stemmten uns gegen die drohende Niederlage, aber unsere Kontrahenten waren zu abgezockt, um sich auch nur noch einen Punkt nehmen zu lassen. So blieb es bei drei Toren Unterschied und beim Stand von 25:28 wurde das Spiel abgepfiffen.
Wieder haben wir viel investiert und nichts gewonnen. Es bringt nichts, sich darüber den Kopf zu zermartern. Deswegen schauen wir weiterhin nach vorn und sehen dort (27.01. um 18:00 Uhr) ein absolutes Kellerduell in Brandenburg an der Havel auf uns zukommen. Dafür werden in dieser Trainingswoche alle Kräfte gebündelt, um unser Engagement wieder in Zählbares umzumünzen.
532 Wörter
PowPow i.A. für KaiPi

Tabelle:

1 Füchse Berlin Reindf. II 13 12 1 0 406:309 +97 25:1
  2 Stralsunder HV 14 11 0 3 427:344 +83 22:6
  3 MTV 1860 Altlandsberg 14 9 0 5 372:326 +46 18:10
  4 Ludwigsfelder HC 14 9 0 5 407:372 +35 18:10
  5 HSV Insel Usedom 14 8 2 4 379:364 +15 18:10
  6 HV GW Werder e.V. 13 6 2 5 326:323 +3 14:12
  7 SG OSF Berlin 14 6 2 6 357:355 +2 14:14
  8 Bad Doberaner SV 90 13 6 1 6 331:335 -4 13:13
  9 Lausitzer HC Cottbus 14 6 1 7 365:374 -9 13:15
  10 VfV Spandau 14 5 2 7 333:388 -55 12:16
  11 SG Uni Greifswald / Loitz 13 5 0 8 321:374 -53 10:16
  12 Grünheider SV 14 4 2 8 365:356 +9 10:18
  13 VfL Tegel 14 2 1 11 322:392 -70 5:23
  14 SV 63 Brandenburg-West 14 0 0 14 343:442 -99 0:28
Der perfekte Start ins neue Jahr

Zum letzten Spieltag der Hinrunde begrüßten wir den letztjährigen Meister der Oberliga und diesjährige Wundertüte, den LHC. Die Cottbuser sind schlecht in die Saison gestartet, doch mit dem Sieg in Stralsund dachte man, die Männer aus der Lausitz hätten sich gefangen. Dem war aber nicht so, es folgten weitere durchwachsene Auftritte: Unter anderem verlor man vor eigenem Publikum gegen den Aufsteiger aus Greifswald. Kurz vor Weihnachten gab es dann den großen Knall, als der Trainer zurücktrat.

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